Gelebter Alltag bei iks

Die digitale Transformation der Industrie

Jan Kaiser

Die digitale Transformation der Industrie

Das Leben und damit auch die Industrie und Wirtschaft verändern sich durch die alles durchdringende Digitalisierung und Vernetzung immer rasanter. Neue Technologien halten Einzug in die Produktion von Gütern und die Wertschöpfungsketten werden weiter vernetzt. Diesen Trend fasst man gemeinhin unter dem Begriff „Industrie 4.0“ zusammen.

Für die Unternehmen am Markt bedeutet dies, die Herausforderungen des Wandels, der digitalen Transformation anzunehmen und daraus mögliche Wettbewerbsvorteile zu erschließen. Bislang scheint dies der deutschen Industrie im weltweiten Vergleich am besten zu gelingen: Lediglich die USA, Heimat der großen IT Konzerne Google, Apple und Konsorten, liegt noch vor Deutschland. Unsere Stärken sind unter anderem der Maschinenbau und die Fahrzeugtechnik. Dies geht aus einer repräsentativen Befragung des Digitalverband Bitkom hervor. Auf Platz drei folgt Japan. Diese Länder verstehen sich am besten darin, den Wandel von der klassischen zur vernetzten Fabrik zu gestalten.

Schaut man sich innerhalb der Bundesrepublik um, so lässt sich feststellen, dass hier die großen Unternehmen und Konzerne sicherlich am stärksten dazu beitragen, die Entwicklung voranzutreiben. Aber auch kleinere Startups und renommierte mittelständische Unternehmen sind längst in der Industrie 4.0 angekommen. Die Politik mischt ebenfalls kräftig mit und möchte mit Förderprogrammen und einer Initiative für eine „Entwicklungs-Plattform Industrie 4.0“ die aktuelle Entwicklung weiter vorantreiben. So berichtet das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) auf seiner Internetseite über die Maßnahmen, die auf eine Stärkung des Mittelstands abzielen, wie folgt:

“Um nicht auf die Etablierung von Standards warten zu müssen, hat das BMBF eine besonders auf den Mittelstand ausgerichtete Fördermaßnahme aufgelegt, um Industrie 4.0 auch “auf den Hallenboden” zu bringen. Dabei werden gezielt:

  • Werkzeuge zur Wirtschaftlichkeitsbetrachtung entwickelt, die eine Investitionsabsicherung und Aussagen über die Zukunftsfähigkeit von Technologien für Industrie 4.0 erlauben;
  • Spezifische Lösungsansätze (best practice) für den Mittelstand gefördert, um anhand übertragbarer Lösungen Adaptionsprozesse zu erleichtern;
  • Einführungsstrategien und Umsetzungsempfehlungen für den Umbau gefördert, die als Handreichungen, Checklisten und Musterverfahren möglichst konkrete Umsetzungshilfen liefern.”

Es bleibt abzuwarten, inwiefern und wann diese Maßnahmen tatsächlich beim Mittelstand ankommen und welche Auswirkungen sie haben werden. Nimmt man allerdings zwei Kernhypothesen des Zukunftsbilds Industrie 4.0 des BMBF in den Blickpunkt, wird schnell klar, dass in dieser Prognose durchaus gute Potentiale für uns liegen:
“Die vernetzte Industrie schafft viele neue Geschäftsmöglichkeiten – zum einen durch individualisierte Produkte und Angebote, die sich über den gesamten Produktlebenszyklus bis zur Entsorgung erstrecken, zum anderen für die Anbieter von Produktionstechnologien, inklusive Software- und Sicherheitsindustrie.
Industrie 4.0 begründet neue Leitmärkte für deutsche Exportunternehmen im Maschinen- und Anlagenbau.
Mit der digitalen Transformation der Industrie verändert sich auch unser beruflicher Alltag. Bereits seit geraumer Zeit stellen wir einerseits eine erhöhte Nachfrage nach qualifizierten Fachkräften aus dem IT-Umfeld fest. Gleichzeitig werden „klassische“ Ingenieurprojekte zunehmend interdisziplinär. So ergeben sich für uns neue Tätigkeitsfelder und neue spannende Projekte. Darin liegen Chancen für die Zukunft, die wir natürlich gerne nutzen, um unsere Kunden auch weiterhin mit hochwertigen Leistungen zu unterstützen und weiter nach vorne zu bringen.

Interessante Weblinks zum Thema:
http://www.industry-of-things.de/
http://www.heise.de/thema/Industrie-4.0
https://www.bmbf.de/de/zukunftsprojekt-industrie-4-0-848.html